Trifft Hund auf Radfahrer

Trifft im Wald der Erholung suchende Hund auf den Erholung suchenden Radfahrer, geht das konfliktfrei, wenn alle Beteiligten

Auf gemeinsamen Wegen

Unwissenheit darüber, wer was darf oder auch eben nicht, gibt es auf beiden Seiten. Was mir immer wieder sonntags begegnet ist: „Sie dürfen hier nicht fahren, das ist ein Wanderweg.“ Aber gerade das ist der Grund, dass sowohl Spaziergänger, Wanderer und Radfahrer sich dort treffen. Radfahrer dürfen sich im Wald dort bewegen, wo es der Spaziergänger und Wanderer auch darf. Details dazu gibt es im Bundeswald- oder Landesforstgesetz und in dem Beitrag „Die StVO des Waldes ist das Bundeswaldgesetz“.

Liebe Radfahrer und Fußgänger (mit Hunden):
Jeder darf dort sein und es ist genug Wald für alle da!

Was darf der vierbeinige Begleiter?

Der Hund ist kein Mensch, aber auf den Waldwegen darf er sich wie Wanderer und Radfahrer gem. Landesforstgesetz NRW auch frei (ohne Leine) bewegen. Abseits der Wege muss der Hund angeleint werden, d.h. er darf nicht quer durch den Wald rennen geschweige denn auf einen anderen Fussgänger oder Radfahrer zu rennen. Anders: In NRW gilt eine generelle Anleinpflicht für Hunde im Wald mit der Ausnahme von Waldwegen. (Regelungen für „gefährliche“ Hunde betrachte ich hier nicht.)

Was darf der Hundehalter?

Der Hundehalter darf natürlich Spaß mit seinem Hund haben, soweit er dadurch nicht andere in Gefahr bringt. Gem. §2 Landeshundegesetz (LHundG) NRW Abseits 1 heisst das: „Hunde sind so zu halten, zu führen und zu beaufsichtigen, dass von ihnen keine Gefahr für Leben oder Gesundheit von Menschen oder Tieren ausgeht.“ Im Wald und auf Waldwegen heisst das, der Hundehalter muss sein Tier im Auge haben und der Hund muss „abrufbar“ (Duden) sein. Schafft man es, dass der Hund kommt, wenn er gerufen wird? Keine Ahnung – aber Martin Rütter oder eine andere Hundeschule können helfen.

Ein Radfahrer bewegt sich wie auch ein Jogger zwangsläufig schneller als ein Wanderer, trotzdem sind beide nicht sofort rücksichtslose Raser (Gerüchten zu folgen soll es Ausnahmen geben 😉.). Wenn man sich als Wandergruppe unterhält, ist es auch ganz normal, dass man nicht alles um sich herum hört – Laufgeräusche, Rollgeräusche oder Klingeln. Umso wichtiger ist es, seinen Hund im Blick zu haben, um Gefahren (siehe oben) zu vermeiden.

Was dürfen die Radfahrer oder auch nicht?

Es gibt keine explizite Geschwindigkeitsbegrenzung, Klingelpflicht oder ähnliches in der StVO des Waldes. Es sollte aber selbstverständlich sein, dass man nur so schnell fahren sollte, wie man sehen bzw. bremsen kann, und sich von hinten kommend bemerkbar macht. Fährt man an Hund und Herrchen / Frauchen vorbei, dann mit angepasster Geschwindigkeit.

Wie du mir, so ich dir!

Gehen also alle drei Parteien (Fußgänger, Hund und Radfahrer) aufeinander zu und ordentlich miteinander um, kann sich jeder im Wald erholen …

Das Beitragsbild ist zu finden auf Pixabay.

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